Die individuelle Rechtfertigung von Gewaltanwendung durch Polizeibeamte

Der deutsche Teil wurde in den Jahren 2004 und 2005 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt. Der Abschlussbericht steht als pdf-Dokument zur Verfügung und kann bei den Autoren (s.u.) angefordert werden.

Das Projekt hat zum Ziel, individuelle Legitimationen von polizeilicher Gewaltanwendung zusammenzutragen und international vergleichend zu analysieren. Dabei steht die individuelle Perspektive der Polizistinnen und Polizisten im Mittelpunkt: Wie werden Situationen wahrgenommen, in denen Gewalt angewendet wird? Welche persönlichen und kulturellen Rechtfertigungsmuster existieren?

Die Studie versteht sich auch als Beitrag zur Etablierung einer Polizeiwissenschaft und zum Ausbau einer empirischen Polizeiforschung in Deutschland. Bei der Analyse von Reibungspunkten zwischen Polizei und Bevölkerung kommt dabei der individuellen Sichtweise von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten eine besondere Bedeutung zu. Polizeiliches Handeln (auch Gewalthandeln) soll besser verstanden, auch, damit ggf. darauf aufbauend präventive Maßnahmen (z.B. in der Polizeiausbildung) ergriffen werden können.

Zwischen Mai und Dezember 2004 wurden insgesamt acht Fokusgruppen-Interviews in acht Bundesländern durchgeführt, an denen insgesamt 52 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Alter zwischen 25 und 45 Jahren teilnahmen. Sie hatten zwischen 6 und 25 Jahren Berufserfahrung.

Ansprechpartner: Thomas Feltes sowie Astrid Klukkert und Thomas Ohlemacher.

Stand:06.05.2005